Ab 10. Juli gelten wieder Abfahrtssperren in Salzburg

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Tauernautobahn A10: Ab 10. Juli gelten wieder Abfahrtssperren in Salzburg

Sommerregelung soll Ausweichverkehr stoppen

Wer in den Sommerferien über die Tauernautobahn (A10) Richtung Süden fährt, muss sich ab Freitag, 10. Juli 2026, auf wichtige Einschränkungen einstellen. Das Land Salzburg aktiviert erneut die Abfahrtssperren entlang der A10. Ziel der Maßnahme ist es, den Ausweichverkehr durch zahlreiche Gemeinden zu verhindern und die Anwohner vor Staus und Lärm zu schützen.

Die Regelung gilt bis 13. September 2026 um 24 Uhr und ist während dieses Zeitraums rund um die Uhr in Kraft. Anders als früher beschränken sich die Sperren also nicht nur auf besonders verkehrsreiche Wochenenden.

Wer darf die Autobahn verlassen?

Die Abfahrtssperren betreffen den Abschnitt zwischen der Stadt Salzburg und Zederhaus.

Grundsätzlich dürfen Autofahrer die Autobahn nur verlassen, wenn sie tatsächlich ein Ziel in Österreich ansteuern. Dazu zählen beispielsweise Hotels, Ferienwohnungen, Campingplätze, Ausflugsziele oder private Besuche.

Wer die Autobahn lediglich verlassen möchte, um einen Stau zu umfahren und anschließend wieder auf die A10 zurückzukehren, muss auf der Autobahn bleiben.

Bei Kontrollen können die Behörden einen Nachweis über das Reiseziel verlangen. Deshalb empfiehlt es sich, Buchungsbestätigungen oder andere geeignete Unterlagen griffbereit zu haben.

Tanken abseits der Autobahn bleibt erlaubt

Eine wichtige Ausnahme gibt es für Autofahrer, die die hohen Kraftstoffpreise an den Autobahnraststätten vermeiden möchten. Wer die Autobahn verlässt, um eine Tankstelle außerhalb der A10 anzufahren, verfolgt ein zulässiges Fahrtziel und darf die Abfahrt grundsätzlich nutzen. Voraussetzung ist allerdings, dass tatsächlich getankt wird und die Abfahrt nicht lediglich dazu dient, einen Stau zu umfahren und anschließend sofort wieder auf die Autobahn zurückzukehren. Wer Kraftstoff abseits der Autobahn tankt, kann oft deutlich sparen und verstößt dabei nicht gegen die geltenden Abfahrtssperren.

Auch mehrere Ortszentren bleiben gesperrt

Zusätzlich zu den Abfahrtssperren gelten erneut Durchfahrtssperren in mehreren Gemeinden entlang der Strecke.

Betroffen sind unter anderem:

  • Anif
  • Grödig
  • Elsbethen
  • Großgmain
  • Wals-Siezenheim

Auch hier verfolgen die Behörden dasselbe Ziel. Ortsdurchfahrten sollen nicht als Ausweichroute für den Transitverkehr genutzt werden.

Je nach Verkehrslage führen Polizei und Behörden entsprechende Kontrollen durch.

Schutz für Anwohner entlang der A10

In den vergangenen Jahren sorgten kilometerlange Staus auf der Tauernautobahn regelmäßig dafür, dass Navigationsgeräte Autofahrer durch kleine Ortschaften lotsten. Für viele Gemeinden bedeutete das erhebliche Belastungen durch Lärm, Abgase und stockenden Verkehr.

Mit den Abfahrtssperren möchte das Land Salzburg den Transitverkehr wieder auf der Autobahn halten und die Lebensqualität der Anwohner verbessern.

Bereits zu Pfingsten kamen die Regelungen erfolgreich zum Einsatz. Nach Angaben der Behörden verliefen die Kontrollen weitgehend ohne größere Probleme.

Urlauber sollten mehr Fahrzeit einplanen

Vor allem Reisende auf dem Weg nach Kärnten, Italien, Slowenien oder Kroatien sollten die neuen Regelungen bei ihrer Reiseplanung berücksichtigen.

Wer kein tatsächliches Ziel in Österreich hat, darf die gesperrten Ausfahrten nicht benutzen. Dadurch bleibt bei Staus häufig nur das Warten auf der Autobahn.

Gerade an den Ferienwochenenden empfiehlt es sich deshalb, ausreichend Zeit einzuplanen, aktuelle Verkehrsmeldungen zu verfolgen und genügend Getränke sowie Verpflegung mitzunehmen. So lässt sich die Fahrt trotz möglicher Verzögerungen deutlich entspannter antreten.

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