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Tragödie am Tagliamento: Vater rettet seine Kinder aus dem Fluss und ertrinkt
Familienausflug bei Ronchis endet in einer Tragödie
Ein Familienausflug am Tagliamento hat am Samstagnachmittag ein tragisches Ende genommen. Ein 38 Jahre alter Familienvater sprang in den Fluss, als seine Kinder im Wasser in Schwierigkeiten gerieten. Der Mann half dabei, die Kinder zu retten, schaffte es selbst jedoch nicht mehr zurück ans Ufer.
Die Tragödie ereignete sich in der Gegend von Ronchis bei Latisana in der Provinz Udine. Der Unglücksort liegt nahe der Grenze zwischen Friaul-Julisch Venetien und Venetien.
Der 38-Jährige stammte ursprünglich aus Baku in Aserbaidschan. Nach ersten Informationen verbrachte die Familie gemeinsam mit weiteren Familien einen Tag am Fluss.
Kurz vor 16 Uhr änderte sich die Situation innerhalb weniger Augenblicke.
Kinder geraten beim Baden in Schwierigkeiten
Nach bisherigen Erkenntnissen befanden sich die drei Kinder der Familie im Wasser. Dabei gerieten sie plötzlich in Schwierigkeiten.
Der Vater bemerkte die Gefahr und sprang sofort in den Tagliamento. Offenbar konzentrierte er sich besonders auf seinen jüngsten Sohn, der etwa fünf Jahre alt ist.
Dem Vater gelang es, den Jungen aus der unmittelbaren Gefahr zu bringen. Auch die beiden neun und elf Jahre alten Mädchen konnten gerettet werden. Andere anwesende Personen und die Mutter sollen ebenfalls bei der Rettung geholfen haben.
Dann bemerkten die Anwesenden, dass der 38-Jährige selbst verschwunden war.
Große Suchaktion nach dem vermissten Vater
Sofort begann eine umfangreiche Rettungsaktion. Feuerwehr, Spezialtaucher und weitere Einsatzkräfte suchten den Fluss nach dem vermissten Mann ab.
Auch der Feuerwehrhubschrauber „Drago“ aus Venedig kam zum Einsatz. An Bord befanden sich zwei Spezialtaucher. Weitere Taucher rückten aus Triest an.
Eine nautische Einheit aus Portogruaro unterstützte die Suche mit einem Schlauchboot und Sonartechnik.
Die Hoffnung, den Familienvater noch lebend zu finden, erfüllte sich jedoch nicht. Taucher entdeckten seinen leblosen Körper im Fluss und bargen ihn.
Fünfjähriger Sohn mit Hubschrauber ins Krankenhaus gebracht
Der jüngste Sohn benötigte nach seiner Rettung dringend medizinische Hilfe. Rettungskräfte versorgten den Jungen und brachten ihn mit einem Hubschrauber in ein Krankenhaus nach Udine.
Nach Medienberichten hatte er erhebliche Probleme durch das Beinahe-Ertrinken. Im Krankenhaus stabilisierte sich sein Zustand jedoch. Später galt er als außer Lebensgefahr.
Die beiden älteren Mädchen überstanden den Vorfall nach bisherigen Informationen körperlich unversehrt.
Tagliamento kann auch an ruhigen Stellen gefährlich werden
Der Tagliamento gilt als einer der letzten großen Wildflüsse der Alpen. Gerade im Sommer ziehen seine breiten Kiesbänke zahlreiche Ausflügler an.
Doch der Fluss kann gefährlich sein. Unterschiedliche Wassertiefen, unregelmäßige Untergründe und Strömungen lassen sich vom Ufer oft nur schwer einschätzen.
Auch scheinbar ruhige Abschnitte können Risiken bergen. Besonders für Kinder kann sich die Situation innerhalb weniger Augenblicke verändern.
Die genauen Umstände des Unglücks müssen die zuständigen Behörden nun klären.
Vater verliert bei Rettung seiner Kinder sein Leben
Was als gemeinsamer Tag am Fluss begann, endete für die Familie in einer unvorstellbaren Tragödie.
Als seine Kinder in Gefahr gerieten, zögerte der 38-Jährige offenbar keinen Moment. Er sprang in den Tagliamento und half dabei, sie aus einer lebensbedrohlichen Situation zu retten.
Die drei Kinder überlebten.
Ihr Vater bezahlte den Rettungsversuch mit seinem eigenen Leben.
